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02.01.2018

Ein neues Pausenfoyer für die Alte Oper Frankfurt

Nicolai Steinhauser, Peter Feldmann, Burkhard Margraf, York von Lersner, Peter Gatzemeier, Dr. Stephan Pauly

© 2018 Jourdan & Müller Steinhauser, Alte Oper Frankfurt, Rendering Foyer

Das Foyer wird nach den Entwürfen von Jourdan & Müller eine gegenüber der jetzigen Raumstruktur offenere, hellere Anmutung haben. Durch künftig in die Wandflächen integrierte Garderoben wird die begehbare Fläche vergrößert, ferner sind die Möglichkeit einer Zweiteilung des Foyers und anderer räumlicher Trennbarkeit sowie großzügige Flächen für mediale Präsentationen vorgesehen. Architekt Nicolai Steinhauser: „Die raumbildende Gestaltung ist eine Aufgabe, mit der wir uns seit langem beschäftigen. Der Herausforderung, an diesem zentralen Ort im Rahmen der Brandschutzsanierung einen Nukleus zu schaffen, der den Anstrengungen der kommenden Jahre einen gestalterischen Rahmen verleiht, begegnen wir mit großem Engagement. Die neue Gestaltung des Pausenfoyers greift die bestehenden Strukturen und Materialien auf und interpretiert diese in neuer Form, dabei verleiht sie dem Raumensemble der Alten Oper in seiner Eigenständigkeit einen neuen Akzent.“

Das renommierte Architekturbüro Jourdan & Müller PAS mit Sitz in Frankfurt am Main hat gerade im Bereich des Kulturbaus spezifische Erfahrungen und Kompetenzen. So zeichnete es u.a. verantwortlich für den Neubau der Documenta Halle Kassel, den Neubau des StädelCafés Holbein, für die Sanierung und Erweiterung des Renaissanceschlosses Horst, für den Neubau des Konferenzzentrums der EU am Kirchberg in Luxemburg und für das Kultur- und Tagungszentrum des Haus am Dom in Frankfurt. Das Architekturbüro hat die Umbaupläne des Pausenfoyers der Alten Oper in enger Abstimmung mit der anstehenden BrandschutzSanierung des Hauses konzipiert, mit deren Planung und Umsetzung es bereits betraut ist.

Jährlich kommen rund 475.000 Menschen zu mehr als 450 Veranstaltungen in die Alte Oper Frankfurt. Intendant und Geschäftsführer Dr. Stephan Pauly: „Wir sind sehr glücklich, mit dem renommierten Architekturbüro Jourdan & Müller einen mit der Alten Oper bis ins kleinste Bau-Detail vertrauten Partner zur Konzeption und Durchführung der Neugestaltung unseres Foyers gewonnen zu haben. Der Planungsentwurf entstand in sehr enger Zusammenarbeit mit uns, dem Hochbauamt sowie den für das Brandschutzkonzept zuständigen Firmen. Wir freuen uns schon jetzt auf ein zeitgemäßes, einladendes, großzügigeres und flexibel nutzbares neues Foyer, das sowohl unseren Besuchern als auch unseren Kooperations- und Vertragspartnern nachhaltig zugutekommen wird. Unser besonderer Dank gilt den beiden Frankfurter Stiftungen, Dr. Marschner Stiftung und Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung, die durch ihr finanzielles und ideelles Engagement den Umbau überhaupt erst möglich machen.“ Die Stiftungen haben sich für das Projekt zusammengeschlossen und für die Neugestaltung des Foyers eine Spende in Höhe von insgesamt einer Million Euro zur Verfügung gestellt.

Dazu Peter Gatzemeier, Vorstand der Dr. Marschner Stiftung: „Ich freue mich sehr, dass durch die substanzielle Spende unserer eigens hierfür geschmiedeten Stiftungsallianz ein so nachhaltiges Bürgerprojekt realisiert wird. Dass mit dem Umbau ein Frankfurter Architekturbüro betraut wurde, rundet das Projekt im Sinne unserer Stiftungsgrundsätze geradezu perfekt ab.“ York von Lersner, Mitglied der Administration der Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung, fügt hinzu: „Dem kann ich mich nur anschließen. Auch wir freuen uns sehr, eine zukunftsorientierte und nachhaltige Maßnahme im kulturellen Bereich zu fördern, indem wir ein Bauprojekt in der Alten Oper und gleichsam im Herzen unserer Heimatstadt ermöglichen.“ Peter Feldmann, Frankfurts Oberbürgermeister und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Alten Oper, sagt: „Die Bürgerinnen und Bürger haben nun einen schönen Grund mehr, in die Alte Oper zu kommen! Ich freue mich sehr über die Neugestaltung des Foyers in der Alten Oper, das nicht nur heller, freundlicher und offener anmuten wird, sondern auch in noch größerem Maße der Multifunktionalität unseres Konzert- und Kongresshauses Rechnung tragen wird.“ Er betont: „Als Oberbürgermeister dieser Stadt bedanke ich mich bei den beiden Frankfurter Stiftungen, Dr. Marschner Stiftung und Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung, für ihr vorbildliches bürgerschaftliches Engagement. Mit ihrer substanziellen Spende finanzieren sie ein nachhaltiges Frankfurter Projekt, von dem unsere Bürgerinnen und Bürger über viele Jahre profitieren werden.“

Artikel von http://www.marschner-stiftung.de/2017/11/14/ein-neues-pausenfoyer-fuer-die-alte-oper-2018/
Stand 04.02.2019