jourdan-mueller-steinhauser-citypoint-detail3

 

Kassel

jourdan-mueller-steinhauser-citypoint-ansichtnacht

 

Kassel

jourdan-mueller-steinhauser-citypoint-ansichtnacht2

 

Kassel

jourdan-mueller-steinhauser-citypoint-ansicht4

 

Kassel

jourdan-mueller-steinhauser-citypoint-ansicht7

 

Kassel

 

Kassel

jourdan-mueller-steinhauser-citypoint-detail5

 

Kassel

jourdan-mueller-steinhauser-citypoint-detail4

 

Kassel

Citypoint, Kassel

  • Bauherr

    ECE

  • Bauzeit

    2000 – 2002

  • Leistungsphase

    1 – 5

  • Gesamtfläche

    42.000 m² BGF

  • Vergabeform

    1. Preis

  • Preise/Auszeichnungen

    AIT Preis Licht und Architektur

  • Zusammenarbeit

    mit dem Künstler Thomas Bayrle

Shop in Shop Kaufhaus

Das neue „Shop in Shop“-Kaufhaus City Point steht klar und selbstverständlich in sich ruhend am Königsplatz, einem der bedeutenden öffentlichen Plätze Kassels. Das Kaufhaus wird von vier Haupteingängen erschlossen. Im Inneren entsteht ein Wegekreuz, das durch einen über alle Geschosse reichenden ellipsoiden Luftraum ein übersichtliches, lichtdurchflutetes, kommunikatives Zentrum, eine vertikale Piazza erhält. Der Baukörper wird durch die markante, in die Kreisfigur des Platzes eingefügte Fassade geprägt und von den strahlenförmig auf den Platz zulaufenden Straßen gefasst. Die Ecken zum Platz sind leicht gerundet. Ziel war ein schwebender Eindruck der Baumassen, der durch die leicht gespannte membranartige Fassade aus Glas verstärkt wird. Der Aufbau der Fassade ist mehrschichtig angelegt. Auf der Glasebene sind nach dem Konzept des Künstlers Thomas Bayrle Motive mit fraktalen Bildinformationen aus der Stadt Kassel rasterartig aufgedruckt. Zu den Abend- und Nachtstunden erscheint der Baukörper als Lichtarchitektur.

Sie besteht aus einer aufgehängten „Glashaut“, die gleich einer Genkarte den Baukörper 3-seitig einfasst. Diese gläserne Haut wird durchgehend aus dem gleichen Modul, einem bedruckten VSG-Glaspaneel von 1,60 x 3,33 m gebildet. Die äußere Glas-Vorhangfassade wird über innenliegende, horizontal verlaufende Profile, die über vertikale Zugstangen verbunden sind, punktgehalten. 556 Einzelscheiben aus Weißglas bilden die gläserne Hülle. Die Rasterung der Bildpunkte lässt den Eindruck einer Membran mit „Poren zum Atmen“ entstehen. Tageslicht wirft ein Schattenspiel auf die dahinter liegende Wand und bringt einen Moireeffekt hervor. Gleichzeitig spiegeln sich die Bauten der Umgebung im Glas. Die Überlagerung dieser Bildinformationen lässt die Fassade als schwebende immaterielle Haut erscheinen, in der sich dynamisch äußere Bedingungen abzeichnen.

Fassade in Zusammenarbeit mit dem Künstler Thomas Bayrle

Zitat von Thomas Bayrle: „So wie die Zellen eines Körpers mit bloßem Auge nicht sichtbar sind – weiß man um ihre genetische Existenz, ohne ihre Inhalte leicht entschlüsseln zu können.“